Ansprechendes Design für deine Facebook-Beiträge

Design für Facebook-Beiträge

Facebook ist unheimlich schnelllebig. Pro Minute werden auf Facebook 136.000 Fotos hochgeladen.* Damit dein Bildbeitrag in dieser Flut an Informationen noch auffällt und von deinen Fans wiedererkannt wird, ist ein ansprechendes Design für deine Facebook-Beiträge unerlässlich. Grafikdesignerin Nathalie Seikritt von Seikritt Design bietet in diesem Gastartikel einen wunderbaren Einblick in die wichtigsten Themen wie Bildsprache, Farbwahrnehmung, Typografie sowie Gestaltungselemente und gibt hilfreiche Tipps.

Wie dir das Design für deine Facebook-Beiträge bei der Kommunikation hilft

Design für deine Facebook-Beiträge - Bildsprache

Bildsprache

Bevor du einen Beitrag auf deiner Facebook-Seite veröffentlichst, solltest du dir jedes Mal vor Augen führen, wer deine Zielgruppe bzw. die genauere Zielgruppe dieses speziellen Beitrags ist. Wichtig ist dabei für deine Inhalte, dass sie sich so nah wie möglich an deinem Angebot bewegen, denn je klarer du kommunizierst, umso wirkungsvoller ist deine Botschaft.

Für die Kommunikation kannst du hier gezielt das Branding deines Unternehmens nutzen, wenn bereits vorhanden. Dein Corporate Design, d.h. deine visuelle Unternehmensidentität bestehend aus Farben, Schriften und Formen ist hier ein sehr wichtiges Hilfsmittel. Mit einem solchen, einheitlichen Design für deine Facebook-Beiträge schaffst du langfristig einen Wiedererkennungswert bei deiner Zielgruppe, strahlst Professionalität aus und sprichst deine Fans auf der emotionalen Ebene an.
Solltest du noch kein festgelegtes Design haben, überlege dir zumindest für den Anfang ein paar Farben und Schriften, die zu deiner Zielgruppe und deinem Angebot passen und verwende diese kontinuierlich in jedem deiner Beiträge.

Lege zunächst das Ziel deines Beitrages fest

Bestimme vorab, welches Ziel du mit deinem Beitrag verfolgst. D. h. möchtest du z.B. ein neues Produkt vorstellen, Wissen teilen oder aber einen Funfact aus deiner Branche veröffentlichen? Daraus ergibt sich dann recht schnell die Erkenntnis, ob dein Bild Informationen vermitteln, Sympathie oder sogar bestimmte Gefühle beim Betrachter wecken soll und du kannst die Art des Motivs besser und wirkungsvoller bestimmen.

Ausgehend vom Inhalt solltest du nach bestimmten Beitragstypen strukturieren, aber auch variieren, um deiner Zielgruppe je nach Art der Information Abwechslung zu bieten. Du kannst z.B. Texte und Bilder im Motiv kombinieren oder auch mal nur ein Foto verwenden. Für komplexere Themen eignen sich auch einfache Infografiken (ggf. mit Hilfe von Emojis) sehr gut. Bei variablen oder umfangreicheren Inhalten sind wiederum Bilder-Karussells, Fotoalben mit mehreren Motiven oder Videos gut geeignet.
Wichtig ist letztlich immer, dass Design für deine Facebook-Beiträge deine Marke oder dein Unternehmen auf Dauer konsistent widerspiegelt und du dir treu bleibst.

Farbe und Farbwirkung

Design für deine Facebook-Beiträge - Farbwirkung

Farbwirkung

Nutze bei deinen Facebook-Beiträgen Elemente aus deinem Corporate Design, die beim Betrachter einen Wiedererkennungswert erzeugen und es ihm ermöglichen, deine Inhalte deinem Unternehmen zuzuordnen. Denn unser Auge sieht täglich so viele Beiträge, dass man oft gar nicht direkt weiß, welcher Beitrag zu welchem Profil oder welcher Seite gehört.

Greife deine Hausfarben in den Beiträgen auf

Neben deinem Logo, das du je nach Thema und Inhalt vielleicht nicht in jedem Beitrag verwenden kannst oder möchtest, solltest du hier vor allem deine Firmenfarben kontinuierlich nutzen. Auch sie sind ein wichtiges und gutes Hilfsmittel bei der optischen Markenbildung und wichtiger Bestandteil beim Design für deine Facebook-Beiträge. Idealerweise sind diese so ausgewählt, dass sie auch von ihrer Bedeutung her die Intention deines Unternehmens wiedergeben und so die Zielgruppe ansprechen.

Man unterscheidet hier zwischen Primär- und Sekundärfarben. Die Primärfarben sind meist die, die sich auch in deinem Logo wiederfinden, und die deiner Marke sehr klar zugeordnet werden können. Die Sekundärfarben, sofern vorhanden, sind eine gute Ergänzung zu ersteren und sollten farblich mit diesen harmonieren. Sprich: sie haben oft eine ähnliche Farbstimmung (z.B. warm oder eher kühl) oder können hellere Abstufungen deiner Primärfarben sein, die du auch auf deiner Webseite und in anderen Medien nutzt. Diese kannst du genauso auch in deinen Beiträgen einsetzen, allerdings am besten immer nur 2-3 auf einmal, damit deine Beiträge nicht zu „bunt“ und unübersichtlich werden. Versuche dabei z.B. mit Flächen und Linien in den jeweiligen Farben zu arbeiten, um Abstufungen zu schaffen – je nachdem, welche Gestaltungselemente dein Design hergibt.

Schaffe schon mit deinen Fotos eine einheitliche Stimmung

Die Farbwirkung ist auch sehr wichtig, wenn du in deinen Beiträgen nicht mit Texten, Grafiken und Flächen arbeitest. Auch deinen Fotos kannst du relativ leicht einen einheitlichen Stil geben. Dies funktioniert, indem du mit ein paar Einstellungen (z.B. über Bildbearbeitungs-Apps wie Snapseed oder VSCO) eine Farbstimmung festlegst, die für alle deine Unternehmensfotografien gleich ist. Idealerweise sollte diese auch sonst annähernd zu deinen Unternehmensfarben passen. Dies erreichst du z.B. durch hohe Kontraste, eine starke Sättigung oder aber besonders helle Farben. Das können z.B. hohe Kontraste, eine starke Sättigung oder aber besonders helle Farben sein. Dadurch hast du eine weitere Möglichkeit, ein konsistentes Farbbild im Design für deine Facebook-Beiträge zu schaffen und von deiner Zielgruppe wiedererkannt zu werden.

Um genauer zu verstehen wie Farben in der Unternehmenskommunikation wirken, findest du hier weitere Informationen zur Bedeutung der Farben und zur psychologischen Wirkung von Farben.

Sei sparsam mit Texten auf deinen Bildern

Design für deine Facebook-Beiträge - Typografie

Typografie

Neben der Bildsprache und den Farben ist ein weiterer, wichtiger Faktor für deine Kommunikation auch die Schriftgestaltung deiner Beiträge. Du solltest also darauf achten, dass in deinem Corporate Design Schriften definiert sind, die auch zu dir und deinem Unternehmen passen, und die bewusst gewählt sind.
So gibt es hier die eher klassisch wirkenden 𝐒𝐞𝐫𝐢𝐟𝐞𝐧𝐬𝐜𝐡𝐫𝐢𝐟𝐭𝐞𝐧, die moderneren, serifenlosen Schriften (Sans Serif) oder aber dekorative Zierschriften wie z.B. künstlich erzeugte 𝒮𝒸𝒽𝓇𝑒𝒾𝒷𝓈𝒸𝒽𝓇𝒾𝒻𝓉𝑒𝓃. Je nach Stil sollte hier entschieden werden, was am besten zum Unternehmen, der eigenen Dienstleistung oder dem Produkt passt. Oft weiß ein Designer hier Rat und kann dir dabei weiterhelfen, wenn du unsicher bist. Eine eigene Unternehmensschriftart stärkt ebenso wie die anderen, bereits genannten Design-Elemente ein einheitliches Gesamtbild deines Auftritts und unterstützt den Wiedererkennungswert deiner Facebook-Beiträge.

Weniger ist mehr

Auch bei den Schriften ist es wichtig, diese gezielt einzusetzen. Das bedeutet, dass du je Beitrag und auch generell in der Markenkommunikation nicht zu viele auf einmal nutzen solltest, um den Betrachter nicht zu überfordern. Gerade die dekorativeren Zierschriften solltest du nur in Maßen einsetzen, da sie in längeren Texten oft nicht mehr gut lesbar sind. Für Überschriften eignen sie sich aber z.B. sehr gut. Wichtig ist auch die sinnvolle Auswahl verschiedener Schriftschnitte (z.B. fett oder kursiv) oder gut aufeinander abgestimmter Schriftarten, so dass deine Texte und Botschaften klar nach Überschriften und Fließtexten strukturiert werden und die Informationen gebündelt werden können.

Nutze in deinen Beiträgen auf jeden Fall immer deine sogenannten „Hausschriften“, selbst wenn du sonst vielleicht eine Standardschriftart für die vereinfachte, digitale Verwendung in E-Mails oder auf deiner Webseite ausgewählt hast. Je nach Saison und Thema darfst du auch mal aus diesem Muster ausbrechen und z.B. für saisonale Beiträge, wie in der Weihnachtszeit andere, zum Thema passende Schriften nutzen. Das schafft Abwechslung, aber eben nur in Maßen.

Auch für den Einsatz von Werbeanzeigen ist weniger Text auf deinen Bildern wichtig. Enthält das Design für deine Facebook-Beiträge zu viel Text, spielt Facebook deine Anzeige schlechter aus. Somit würdest du unnötig Geld und Potenzial verschwenden.

Alles braucht seinen Platz

Für die Platzierung von Schriften solltest du beachten, dass diese zwar in rein grafischen oder typografischen Beiträgen gut funktionieren, aber eben nicht unbedingt immer auf Fotos. Wenn dein Bildmotiv hier farblich nicht gerade sehr „ruhig“ ist, dann können Schriften oft nur schlecht bis gar nicht gelesen werden. Daher solltest du auch hier auf gestalterische Hilfsmittel wie Balken oder z.B. halbtransparente Flächen zurückgreifen, die entweder deinen Firmenfarben entsprechen oder aber neutral Weiß sind. Diese kannst du dann, je nach Motiv, z.B. auf dem Bild oder aber am Rand platzieren und schaffst so eine „Bühne“ für deine Texte.

Schriftarten im Beschreibungstext verändern

Extra-Tipp von Maja als Facebook-Marketing-Beraterin: Hast du schon einmal Teile deiner Beitragstexte, z.B. Ü𝕓𝕖𝕣𝕤𝕔𝕙𝕣𝕚𝕗𝕥𝕖𝕟, 𝐴𝑛𝑚𝑒𝑟𝑘𝑢𝑛𝑔𝑒𝑛 oder 𝗖𝗮𝗹𝗹-𝘁𝗼-𝗔𝗰𝘁𝗶𝗼𝗻𝘀, mit anderen „Schriftarten“ 𝒽𝑒𝓇𝓋𝑜𝓇𝑔𝑒𝒽𝑜𝒷𝑒𝓃? Bitte pass auf, dass du es nicht übertreibst. In meinem Satz sind 4 verschiedene Stile enthalten – allerdings nur, um dir die Vielfalt zu zeigen. Geh ansonsten eher sparsam mit den auffälligen Texten um.
Außerdem kann es sein, dass manche Endgeräte diese Schriftzeichen nicht korrekt anzeigen, weil es keine echten Schriftarten sind. Es sind nur Symbole und Zeichen aus dem UFT8- und Ascii-Zeichencode, den nicht jeder Computer oder Webbrowser benutzt oder erkennt. Prüfe daher bitte vorher, ob deine Botschaft trotzdem zu erkennen ist.

Wenn du magst, findest du hier einen Schriftengenerator. Bei Messletters gibt’s weitere Varianten. Probiere doch mal aus, welche Schriftart zu deinem Unternehmen passt. Befrage auch gern mal eine Suchmaschine nach Schriftgeneratoren und entdecke, welcher Anbieter dir am besten gefällt.

Schaffe Variationen mit Gestaltungselementen

Design für deine Facebook-Beiträge - Gestaltungselemente

Gestaltungselemente

Nachdem du jetzt weißt, nach welchen Kriterien du die Bildsprache deiner Facebook-Beiträge bestimmen kannst und auch, wie du Schriften und Elemente optimal platzieren und ggf. voneinander abgrenzen kannst, so dass sie dennoch als Ganzes gut wirken, ist es sinnvoll noch einmal zu überlegen, welche weiteren Gestaltungselemente du für deine Beiträge nutzen kannst, um mehr Variation zu schaffen.

Figürlich oder doch abstrakt?

Dazu kannst du dir z.B. dein Logo einmal genauer anschauen, denn oft ergeben sich hieraus schon bestimmte Elemente des bildhaften Symbolteils aus einer Wortbildmarke, die du dafür nutzen kannst. Das kann ein ganzes, figürliches oder abstraktes Icon sein, das vom Hauptlogo getrennt wird und in deinen Beiträgen als vereinfachte Variante des Logos für den Wiedererkennungswert sorgt, indem es in jedem davon wieder auftaucht.

Es können aber auch nur Teile deines Logos, wie bestimmte Flächen, Formen oder Linien sein, die sich gut weiterverwenden lassen, um daraus ein strukturiertes Layout, eine kleine Hervorhebung oder aber eine ganze Fläche zu „bauen“. Ist das Logo sehr reduziert und vielleicht sogar nur rein typografisch, so kannst du einfache Farbflächen und Balken aus deinen Hausfarben als gestalterische Hilfsmittel nutzen, sowohl in Farbabstufungen oder aber transparent.

Sei erfinderisch

Du kannst natürlich auch neue Dinge dazu erfinden. Wichtig ist dabei nur, dass sie sich optisch harmonisch in dein Corporate Design für deine Facebook-Beiträge einfügen. D.h. die gleichen Farben, Formen und auch der Stil (z.B. klassisch, modern, abstrakt …) sollten wiedererkennbar sein und mit deinem Unternehmen in Verbindung gebracht werden.

Hilfreich ist es immer, wenn bestimmte Elemente, wie z.B. das Logo-Icon, wenn du denn eines verwendest, im Layout immer wieder den gleichen Platz bekommen und nicht wild durch das Beitragsformat wandern. Generell sollten die einzelnen grafischen Elemente in Maßen eingesetzt werden, sonst wird es zu viel. Auch hier gilt es Abwechslung zu schaffen und deine Beiträge dennoch innerhalb des eigenen Stils nicht zu überladen.

 

Vielen lieben Dank, Nathalie, für diese ausführlichen Einblicke in deine Welt.

Nach all den vielen Tipps für das Design für deine Facebook-Beiträge würde ich von dir gern wissen, welche wiederkehrenden Farben, Schriften und Elemente du in deiner Unternehmenskommunikation nutzt?

 

Bunte Konfetti-Grüße,
deine Maja

 

Bildquellen:
Titelbild: Unsplash | NordWood Themes
Beitragsbilder: Nathalie Seikritt, Julia Bleyer

* Quelle: microfocus.com

 

Über meine Gastautorin:

Design für deine Facebook-Beiträge - Nathalie Seikritt

Nathalie Seikritt | Foto: © Julia Bleyer

Nathalie Seikritt ist Grafik- bzw. Kommunikationsdesignerin aus Köln. Nach ihrem Studium sammelte sie über 10 Jahre Berufserfahrung in der Kreation verschiedener Werbeagenturen und der Werbebranche im Allgemeinen.
Seit 2016 unterstützt sie als selbstständige Designerin unter dem Namen „Seikritt Design“ Unternehmer*innen und Gründer*innen im Bereich Corporate Design, d.h. sie entwickelt alles, was neben einem eigenen Logo an Materialien und Medien dazugehört, um das eigene Unternehmen oder die eigene Marke sichtbar und unverwechselbar zu machen.
Neben der kreativen Gestaltung bietet sie regelmäßig Gast-Webinare und Offline-Workshops für Gründer*innen und Selbstständige an, in denen sie erklärt, warum ein eigenes Design für dein Unternehmen wichtig ist, welche Grundlagen dazu gehören und wie du damit starten kannst.
Für alle, die etwas Besonderes zu feiern haben, entwickelt sie außerdem noch individuelle Papeterie für Hochzeiten und andere Freudenfeste.

Hier findest du Nathalie im Netz:
Website | Facebook | Instagram

Leave a Reply